Schloss Hirschberg
Schloss Hirschberg liegt auf einem langgestreckten Bergrücken oberhalb von Beilngries im Naturpark Altmühltal und gehört zu den bedeutendsten historischen Anlagen der Region. Die Ursprünge reichen ins späte 12. Jahrhundert zurück, als die Grafen von Grögling und Dollnstein hier eine weitläufige Burg errichteten. Viele Elemente dieser mittelalterlichen Grafenburg – darunter Wehrtürme, Ringmauern und Teile der Vorburg – sind bis heute erhalten.
Nach dem Aussterben der Grafen von Hirschberg ging die Anlage 1305 an das Hochstift Eichstätt über, das das Schloss über Jahrhunderte erweiterte und umgestaltete. Besonders prägend war der barocke Umbau im 18. Jahrhundert unter Bischof Raymund Anton Graf von Strasoldo: Der Hofbaudirektor Moritz Pedetti schuf die bis heute sichtbare symmetrische Rokoko‑Schlossanlage mit repräsentativem Ehrenhof und einheitlicher Fassadengestaltung.
Im 19. und 20. Jahrhundert wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer, bevor es 1860 wieder in kirchliche Nutzung kam. Seit 2003 firmiert es als Bistumshaus Schloss Hirschberg und dient als Bildungs‑ und Tagungshaus der Diözese Eichstätt.
Kunsthistorisch bedeutend sind u. a.:
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der Kaisersaal mit barocken Portraits und Stuck
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der Rittersaal mit Fresken und Fayence‑Pilastern
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die historische Johanneskapelle
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die moderne Marienkapelle (1967–69) von Alexander von Branca, ein siebeneckiger Sakralraum am Südhang
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Das Schloss ist als Baudenkmal und Bodendenkmal geschützt und kann im Rahmen öffentlicher Führungen besichtigt werden.











